04 / 12 / 2019

Welche potenziellen Schwierigkeiten warten auf Kapitalsuchende auf dem deutschen, österreichischen und schweizerischen Markt?

Schwierigkeiten beim Erhalten eines Bankkredits

 

Auf den deutschsprachigen Märkten haben Entitäten aus dem Bankensektor ein besonderes Interesse an der Minimalisierung des Kreditrisikos, was für Unternehmer, die Kapital gewinnen möchten, erhebliche Schwierigkeiten mit sich zieht. Die größten Einschränkungen gelten für den schweizerischen Bankensektor, wo z.B. eine vorzeitige Rückzahlung oder die Gewährleistung flexibler Zahlungsverzögerungen für den Kreditnehmer unmöglich oder nahezu unmöglich sind. Deutsche, österreichische und schweizerische Banken beurteilen auch besonders negativ eine mangelnde Kreditgeschichte eines potenziellen Kunden/Unternehmers. Es gibt hier auch eine starke Präferenz für Stammkunden gegenüber neuen Kunden, was Teil der Minimalisierung des Kreditrisikos der Bank ist.

Nebenbei sollte man erwähnen, dass insbesondere der deutsche Markt in den letzten Jahren von einem Dynamikrückgang der wirtschaftlichen Entwicklung und des BIP-Wachstums gekennzeichnet war, was das Misstrauen des Bankensektors gegenüber Kreditprojekten mit höherem Risiko seitens der Banken erhöht hat. Dies ist eine wichtige Schwierigkeit für diejenigen, die Kapital auf diesem Markt suchen.

 

Schwierigkeiten aufgrund der Differenzen im Währungswechselkurs

 

Wechselkursunterschiede sind eine weitere potenzielle Schwierigkeit für einen Unternehmer, der Kapital auf den deutschsprachigen Märkten sucht. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die den besten Zeitpunkt für den Markteintritt eingeschätzt haben, Dienstleistungen erbringen wollen oder Produkte im internationalen Vertrieb verkaufen möchten. Sowohl für den Euro in Deutschland und Österreich als auch beim Franken für die Schweiz sind in den letzten Jahren starke Wechselkursschwankungen beobachtet worden. Der größte davon betraf den Schweizer Franken (z.B. schwankte der Franken-Wechselkurs am 14./15. Januar 2015 zwischen 3,54 PLN und 5,19 PLN). Die Instabilität beider Währungen kann erhebliche Probleme für die finanzielle Liquidität einer bestimmten wirtschaftlichen Entität aufweisen.

 

 

Starker Konkurrenzdruck als Schwierigkeit beim Eintritt in die deutschsprachigen Märkte

 

Eine starke Konkurrenz zwischen den Unternehmen ist eine weitere Schwierigkeit, der sich Unternehmer stellen müssen, wenn sie versuchen, in einen der  deutschsprachigen Märkte einzutreten. Hier gilt ein starker Wettbewerb für nahezu jede Branche, und eine der Voraussetzungen für eine wirksame  Konkurrenz ist der Qualitätsvorteil (basierend auf internationalen Qualitätsstandards) oder der technologische Vorteil (der auch für Auslandsinvestitionen gilt). Beide Vorteilsarten erfordern wiederum, dass der zukünftige Investor in der Regel große Kapitalmengen investieren muss. Deutschland und Österreich, in geringerem Maße auch die Schweiz, konzentrieren sich stark auf den Import von Waren und Dienstleistungen, was die Konkurrenz auf diesen Märkten für neu gegründete Unternehmensentitäten zusätzlich erschwert. Die liberale Herangehensweise an den Kapitalhandel und Außenhandel erschwert auch den Durchbruch insbesondere auf den deutschen und österreichischen Märkten.

 

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